Sport

Mit der Kamera auf Sportevents – Was brauche ich dafür?

Gerade in der Sportfotografie hat es in den letzten Jahren massive technische Fortschritte gegeben. Aber nicht nur hinsichtlich der Kameratechnik gab es Veränderungen, die sich positiv auf das Ergebnis auf dem Foto ausgewirkt haben. Auch das „Handling“ bei der täglichen Arbeit ist komplexer geworden. Gerade Anfänger fühlen sich aufgrund der großen Fülle von Informationen überfordert und sehen vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. In diesem Artikel wollen wir gerade den Anfänger in der Sportfotografie ansprechen und Tipps übermitteln. Wir wollen hier kurz auf die Grundlagen professioneller Sportbilder eingehen.

Was zählt bei guten Fotos in der Sportfotografie zählt grundsätzlich zu den schwierigsten Formen der Fotografie. Die wichtigste Voraussetzung, die für die Sportfotografie mitzubringen ist, sind bestimmte Tugenden hinsichtlich Zeit, Geduld und Übung. Gerade als Anfänger sollten Sie nicht sofort die Nerven wegschmeißen, wenn es mit den ersten Bildern nicht so klappen wird. Jedes Mal, wenn Sie ein neues Bild schießen, dann wird es auch ein wenig besser werden als das zuletzt gemachte Bild. Eines der wesentlichsten Elemente der Sportfotografie ist die Ausrüstung, welcher wir uns im nächsten Unterkapitel widmen möchten.

Ausrüstung

obwohl Sie keine „Spitzen“ Ausrüstung benötigen, wird Ihr Leben als Amateur bei der Sportfotografie durch eine professionelle Ausrüstung viel einfacher. Hier sind einige Dinge, die Sie bei der Auswahl der Ausrüstung beachten sollten.

Zunächst einmal sollten Sie eine Kamera mit einem kontinuierlichen Fokus-Servomotor auswählen. Der kontinuierliche Fokus ermöglicht es der Kamera, ständig auf ein Motiv scharf fokussiert zu sein. Sie brauchen sich daher nicht so sehr auf die Bewegung der Bilder zu konzentrieren. Dies muss man sich am besten in der Praxis vorstellen. Bei normalen Aufnahmen in der Natur (zum Beispiel wenn Sie eine Landschaft fotografieren möchten), haben Sie keine bewegten Bilder. Ganz anders sieht dies aber bei Sportaufnahmen aus. Der Läufer, der rennt oder der Fussballspieler, der einem Ball nachjagt. All dies sind Dinge, die es im Normalfall schwieriger machen, ein gutes Foto zu schießen. Mit dem Fokus-Servomotor wird das Problem verkleinert, denn sie brauchen sich beim Fotografieren nicht darum zu kümmern, ob sich das Objekt näher und weiter von Ihnen entfernt. Sie müssen also nicht ständig den Auslöser betätigen. Dies ist ein großer Vorteil. Dieser Vorteil überträgt sich praktisch auf alle Fotos jeder Sportart. Überall dort, wo sich die Spieler ständig bewegen, genießen Sie daher diesen Vorteil. Insbesondere bei Fußball, Laufen oder anderen Ballsportarten.

Weiters ist bei der Ausrüstung darauf zu achten, dass die Kamera einen kontinuierlichen Verschlussmotor hat. Der Dauerlichtmotor ermöglicht der Kamera, mehrere Fotos (oder Bilder) pro Sekunde aufzunehmen, solange der Auslöser gedrückt wird. Typische Kameras können im Dauermodus drei Bilder pro Sekunde aufnehmen, während professionelle Kameras acht Bilder pro Sekunde oder mehr aufnehmen können. Die Fähigkeit, mehrere Bilder pro Sekunde aufzunehmen, ist entscheidend, um den Höhepunkt in der Aktion zu erfassen.

Ebenso sollten Sie eine Kamera kaufen, welche auch ein Objektiv mit einer konstanten Blende hat. Hier sollte ganz besonders darauf geachtet werden, dass keine Kamera mit einem Objektiv mit einer variablen Blende gekauft wird. Sie werden den Unterschied insbesondere bei der Sportfotografie sehr rasch bemerken. Dies liegt daran, dass die Bilder konsistenter sind, da sich die Blende beim Ein- und Auszoomen nicht verändert. Bei Spielen am Tag ist die Fähigkeit, eine konstante Blende zu haben, nicht so entscheidend wie bei Nachtspielen oder Indoor-Spielen. Hier werden Sie sich nämlich noch schwerer tun, gute Bilder in der Sportfotografie zu machen.

Achten und analysieren Sie genau den Hintergrund des Aufnahmeortes
Das nächste, was Sie beachten sollten, ist Ihr Hintergrund. Ist dein Hintergrund sauber oder ist er überladen und ablenkend? Sie möchten einen Hintergrund finden, der keine zufälligen Autos, Leute, Zäune, etc. hat. Wenn Sie ankommen, nehmen Sie sich die Zeit, herumzugehen und einen Platz zu finden, der einen sauberen, wirren Hintergrund hat. Dies wird nicht immer möglich sein und in diesem Fall möchten Sie einen Hintergrund finden, der am wenigsten störend ist. Einige Beispiele für saubere Hintergründe sind Wälder, Himmel, leere Felder oder, wenn Sie von oberhalb des Feldes schießen, kann das Feld selbst einen sauberen Hintergrund bieten.

Bevor Sie mit dem Fotografieren beginnen, sollten Sie immer an die äußeren Bedingungen anpassen. Sie bekommen mit der Zeit auch ein sehr gutes Gefühl für die guten Bedingungen beim Sportfotografieren. Als Anfänger tut man sich hier aber noch etwas schwerer. Dies verbessert sich aber im Laufe der Karriere und die Erfahrung verbessert letztlich auch die Qualität der Bilder. Sie werden vermutlich die ersten Bilder machen und vielleicht nicht ganz mit der Qualität der Bilder zufrieden sein. Dann müssen Sie aber nicht gleich die eigene Ausrüstung kritisieren. Wenn Sie die oben angeführten Punkte beachten, dann werden Sie sehr rasch bessere Bilder machen. Dies kommt mit der Erfahrung. Beginnen Sie aber, den richtigen Ort zu finden. Analysieren Sie die Gegebenheiten, unter denen Sie fotografieren. Nicht der Sport ist hier primär ein Auswahlkriterium, sondern auch der Hintergrund. Fahren zum Beispiel im Hintergrund Autos und laufen vorne Sportler, dann wird es unheimlich schwierig, daraus sehr gute Bilder entstehen zu lassen. Auf solche Herausforderungen sollten Sie gerade als Anfänger eher verzichten. Sie müssen sich nicht unbedingt ein schwieriges Umfeld schaffen. Mit der Ausrüstung hat es jedenfalls nichts zu tun. Viel wichtiger ist aber schon, die Tipps von weiter als Basis zu verfolgen.