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Die GEDOK wurde 1926 von Ida Dehmel (1870 – 1942) in Hamburg als
„Gemeinschaft Deutscher und Oesterreichischer Künstlerinnenvereine aller Kunstgattungen“
gegründet. Das Interesse dieser Gemeinschaft konzentrierte sich auf die Förderung von Künstlerinnen aller Kunstgattungen. Grundidee war neben der interdisziplinären Ausrichtung – die damals wie heute einmalig ist – die direkte Begegnung von Künstlerinnen und Kunstförderern. Letztere bieten den Künstlerinnen aktive, materielle, finanzielle und ideelle Unterstützung. Diese erwies sich als besonders wichtig in Krisen- und Notzeiten, da gerade künstlerisch arbeitende Frauen in ihrer Selbständigkeit als erste bedroht waren.

Ida Dehmel, ca. 1900, bpk
Durch die anhaltend problematische wirtschaftliche und politische Lage hatte sich die Mitgliederzahl zwischen 1930 und 1933 auf weniger als ein Drittel reduziert. Nach 1933 lösten sich viele Ortsgruppen auf. Nur wenige Regionalverbände konnten ursprüngliche Interessen vertreten und sich der Vereinnahmung durch NSDAP-Organisationen entgegensetzen, wie z. B. die Frankfurter GEDOK, die noch 1941 Arbeiten von Käthe Kollwitz – einem Ehrenmitglied der GEDOK – ausstellte und verkaufte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg und nach der Wiedervereinigung ist die GEDOK heute mit rund 3.500 Mitgliedern in 22 deutschen Städten und Regionen und in Wien mit Regionalgruppen vertreten.
Die GEDOK Niederrhein-Ruhr wurde im Mai 1984 gegründet und ist schnell durch engagierte Künstlerinnen und Kunstfreunde/Kunstförderer zu einer beachteten, allem aufgeschlossenen, dynamischen Gemeinschaft gewachsen, die aus dem Kulturleben an Rhein und Ruhr nicht mehr wegzudenken ist.
Als Regionalgruppe des größten und traditionsreichsten Künstlerinnenverbandes in Deutschland steht die GEDOK Niederrhein-Ruhr für künstlerisches und soziales Engagement, Interdisziplinarität sowie eine hohe Qualität der Arbeit ihrer Künstlerinnen.
Eine wichtige Aufgabe der GEDOK ist, die gleichgestellte Position von Frauen im Kulturbetrieb mit institutioneller und praktischer Hilfe zu fördern. Die GEDOK vertritt die Interessen von Künstlerinnen aller Sparten über ein Netzwerk an Kontakten zu Medien, Politik und Kultur. Künstlerinnen erhalten durch die GEDOK attraktive Ausstellungs- und Veranstaltungsmöglichkeiten. Die GEDOK fördert ihr künstlerisches Schaffen besonders im Kontext grenz- und spartenüberschreitender Tendenzen der Gegenwartskunst.
Die Bundes-GEDOK organisiert Wettbewerbe und vergibt renommierte Preise in allen künstlerischen Sparten. Die GEDOK ist eine anerkannt gemeinnützige, politisch und konfessionell unabhängige Organisation. |
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